{"id":335,"date":"2024-02-17T11:37:33","date_gmt":"2024-02-17T11:37:33","guid":{"rendered":"https:\/\/dev.disrupt-now.org\/?p=335"},"modified":"2025-01-06T11:27:36","modified_gmt":"2025-01-06T11:27:36","slug":"aktionstage-gegen-tesla-08-12-mai-2024","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/disrupt-now.org\/en\/aktionstage-gegen-tesla-08-12-mai-2024\/","title":{"rendered":"Aktionstage gegen Tesla 08. \u2013 12. Mai 2024"},"content":{"rendered":"<h3 class=\"wp-block-heading\">Ausbau der Tesla Giga-Factory in Gr\u00fcnheide verhindern.<\/h3>\n\n\n\n<p>In Gr\u00fcnheide bei Berlin sollen k\u00fcnftig 1 Million neue Teslas pro Jahr vom Band rollen und sich in die Blechlawine auf den Autobahnen einreihen. Durch drei weitere Ausbaustufen soll das Werk vor den Toren Berlins zur gr\u00f6\u00dften Autofabrik Europas werden. Das wollen wir verhindern. Schon jetzt sind es mehr als 250.000 Neuwagen, die dort pro Jahr produziert werden und sich zu dem unbrauchbaren Elektro- und Verbrennerschrott gesellen, der unsere Stra\u00dfen verstopft und in einer Zukunft, in der Mobilit\u00e4t allen geh\u00f6rt, von niemandem gebraucht wird.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Mit seiner Marke ist es dem mysogienen Twitter-Faschisten Elon Musk gelungen, das Elektroauto als \u201egr\u00fcne\u201c Alternative zum Verbrennungsmotor zu etablieren. Dabei sind Elektroautos keine L\u00f6sung. Sie sind die Fortsetzung des Individualverkehrswahns mit anderen Mitteln. Und das ist weder nachhaltig noch gr\u00fcn. Bei der Produktion eines E-Autos entsteht durch den Ressourcenverbrauch ein enormer \u00f6kologischer Reifenabdruck und treibt somit die globale Klimakatastrophe weiter voran.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Der Preis der neokolonialen Lieferketten<\/h3>\n\n\n\n<p>Die Gewinnung von Lithium \u2013 dem Hauptrohstoff f\u00fcr Batterien \u2013 richtet in den Abbaugebieten unglaubliche Zerst\u00f6rung an. Ganze Landstriche und \u00d6kosystem werden verw\u00fcstet, weil das Wasser entweder zum Abbau verbraucht wird oder verschmutzt zur\u00fcck ins Grundwasser gelangt. Und den Menschen, die in den h\u00e4ufig im globalen S\u00fcden gelegenen Gebieten leben, wird durch den Abbau beispielsweise in der Atacama W\u00fcste in Chile ihre Lebensgrundlage entzogen. Sie m\u00fcssen den gr\u00fcnen Transformationspl\u00e4nen des globalen Nordens weichen. Und wenn sie Widerstand leisten wird in alter kolonialer Manier reagiert. Oder mit den Worten von Elon Musk: \u201eWe coup who we want!\u201d<br><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Wasser f\u00fcr alle statt f\u00fcr wenige<\/h3>\n\n\n\n<p>Und auch lokal machen sich die Auswirkung der Produktion bemerkbar. Das wegen der Klimakrise ohnehin unter Trockenheit leidende Brandenburg, wird von Tesla weiter entw\u00e4ssert, um die Produktion sicherzustellen. Schon jetzt m\u00fcssen Anwohner*innen Wasser rationieren, w\u00e4hrend im Werk die H\u00e4hne voll aufgedreht sind und auch gerne mal ein bisschen Lack im Wasserschutzgebiet daneben geht. Und auch die Berliner Wasserversorgung steht wegen der fossilen Industrien vor dem Kipppunkt. Statt sich Gedanken dar\u00fcber zu machen, wie eine Verteilung von Wasser an den Bed\u00fcrfnissen der Menschen orientiert werden, wird von der Regierung weiter auf wasserintensive Wirtschaft gesetzt.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Wald statt Asphalt<\/h3>\n\n\n\n<p>Der mit schachbrettartigen Wirtschaftswegen durchzogenen Wald um das Werk muss Aufgrund der Trockenheit ohnehin schon ums \u00dcberleben k\u00e4mpfen. Jetzt soll er abgeholzt werden, um einen riesigen Parkplatz f\u00fcr Autos und Baumaschinen f\u00fcr die Erweiterung zu schaffen. Dabei m\u00fcssten eigentlich klimaresiliente W\u00e4lder entstehen. Absurderweise war genau das eine der Auflagen f\u00fcr Tesla, in den angrenzenden Forsten sollte Tesla daf\u00fcr sorgen, dass Mischwald entsteht. Diese Ausgleichsfl\u00e4chen mit den neue gepflanzten B\u00e4umen fallen jetzt allerdings den Rodungen f\u00fcr die Erweiterung zum Opfer. Das ist auch kein Wunder, wurden doch die meisten Genehmigung durch Missachtung der \u00fcblichen umweltpolitischen Verfahren erteilt.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Gegen den Autostaat Deutschland<\/h3>\n\n\n\n<p>Fest steht: E-Autos sind \u2013 je nach Modell \u2013 erst nach 60.000 bis 110.000 Kilometern weniger klimasch\u00e4dlich als Verbrenner. Deshalb ist nur die massive Reduzierung der Autoproduktion eine ad\u00e4quate Antwort auf die Herausforderungen der Klimakrise. Doch ein Umdenken hin zu einem dichten, funktionierenden \u00f6ffentlichen Verkehr f\u00fcr alle ist im Kapitalismus undenkbar. Zu viel Wertsch\u00f6pfung f\u00fcr den Industriestandort Deutschland h\u00e4ngt an der Autoindustrie. Wenn die Autoindustrie in Deutschland durch Krisen oder neue Abgasnormen in der EU ins Wanken ger\u00e4t, steht der deutsche Staat zuverl\u00e4ssig an der Seite der Industriellen und steckt entweder Milliarden in Abwrackpr\u00e4mien oder verhindert nach M\u00f6glichkeit Einschr\u00e4nkungen. Auch ist die Arbeit im Kapitalismus h\u00e4ufig so organisiert, dass die Lohnarbeiter*innen kaum ohne Auto auskommen, um an ihren Arbeitsplatz zu gelangen. Und nicht zuletzt wird das Auto auch als ideologisches Freiheitsversprechen verteidigt, mit dem die Lohnarbeiter*innen dann jeden Tag frei von Zw\u00e4ngen zwischen Arbeitsplatz und Wohnung hin- und herbrettern k\u00f6nnen. Und das wirkt.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">\u00d6ffentlicher statt individual Verkehr<\/h3>\n\n\n\n<p>Die CDU hat die Wahlen in Berlin unter anderem mit einer Autokampagne gewonnen. Es streiten allerdings mehr oder weniger alle Parteien f\u00fcr eine Beibehaltung des Autos. Dabei wird die Alternativlosigkeit des Autos von den politischen Akteuren gezielt reproduziert, indem allen anderen Verkehrsmitteln so viele Steine wie m\u00f6glich in den Weg gelegt werden.&nbsp; Die Alternative zum individuellen Nahverkehr k\u00f6nnen keine E-Autos sein, sondern nur ein Nahverkehr, der Mobilit\u00e4t f\u00fcr alle m\u00f6glich macht. Genau daf\u00fcr k\u00e4mpfen wir gemeinsam mit den Besch\u00e4ftigten des \u00d6ffentlichen Nahverkehrs und der Kampagne <em>Wir fahren zusammen. <\/em>Schlie\u00dflich ist es am Ende egal, ob man an der Ecke von einem Verbrenner-SUV der Marke BMW oder einem Cybertruck von Tesla im Apokalypse-Modus \u00fcberfahren wird.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Feministischer Antifaschismus statt Elon Musk<\/h3>\n\n\n\n<p>Die Aktivit\u00e4ten von Elon Musk beschr\u00e4nken sich leider nicht nur auf Tesla. Er tritt auch zunehmend als Akteur der neuen Rechten auf. Auf der von ihm gekauften Plattform Twitter verbreitet Musk Verschw\u00f6rungstheorien und antiemanzipatorische, rassistische und rechte Inhalte. Er reiht sich damit in die Riege fragiler M\u00e4nner ein, die sich dem Kreuzzug zur Erhaltung patriarchaler Privilegien angeschlossen haben. Zum Thema Migration verbreitete er auch Statements von Accounts, die der faschistischen AfD nahestehen. Das w\u00e4re nicht weiter schlimm, wenn er irgendein Wicht ohne Reichweite und Mittel w\u00e4re. Aber wenn der reichste Mensch der Welt Bewegungen und Parteien unterst\u00fctzt, die unserer Idee von Gesellschaft diametral gegen\u00fcberstehen, ist das ein Problem.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Das Werk verhindern, Musk stoppen<\/h3>\n\n\n\n<p>Die Idee einer weiteren riesigen Autoproduktionsanlage in Deutschland ist im Angesicht der Klimakatastrophe absurd. Deshalb m\u00fcssen wir gemeinsam einen Versuch wagen, diesen Trend zu stoppen. Bisher hat sich die Klimagerechtigkeitsbewegung beim Thema Mobilit\u00e4t h\u00e4ufig auf den Ausbau von Stra\u00dfen und Autobahnen konzentriert. Was auch v\u00f6llig richtig ist. Wollen wir der Flut an Blech entgegentreten, m\u00fcssen wir uns aber auch um die Ursache des Problems k\u00fcmmern, die Produktionsstandorte und den deutschen Autokapitalismus.<br>Lasst uns deshalb gemeinsam gegen den Ausbau des Teslas-Werks vorgehen, bevor die vermeintliche Alternative E-Autos zum realen Albtraum wird. Wir wollen die Erweiterung des Werks verhindern. Jeder Baum, der f\u00fcr Tesla f\u00e4llt, ist einer zu viel und jeder Liter Wasser, der aus dem Boden entnommen wird eine Verschwendung.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><strong>Statt Fortsetzung des automobilen Kapitalismus mit gr\u00fcnem Gewand k\u00e4mpfen wir f\u00fcr sein Ende!<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Kommt zu den Aktionstagen vom 8.-12. Mai nach Berlin: Block Tesla \u2013 Disrupt Elon.<\/h3>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ausbau der Tesla Giga-Factory in Gr\u00fcnheide verhindern. In Gr\u00fcnheide bei Berlin sollen k\u00fcnftig 1 Million neue Teslas pro Jahr vom Band rollen und sich in die Blechlawine auf den Autobahnen einreihen. Durch drei weitere Ausbaustufen soll das Werk vor den Toren Berlins zur gr\u00f6\u00dften Autofabrik Europas werden. Das wollen wir verhindern. 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