{"id":1179,"date":"2025-03-18T16:09:31","date_gmt":"2025-03-18T16:09:31","guid":{"rendered":"https:\/\/disrupt-now.org\/?page_id=1179"},"modified":"2025-03-18T20:22:17","modified_gmt":"2025-03-18T20:22:17","slug":"mobilitaet","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/disrupt-now.org\/en\/themen\/mobilitaet\/","title":{"rendered":"Mobility"},"content":{"rendered":"<p>Der Kapitalismus gibt vor, wie Mobilit\u00e4t heutzutagee organisiert ist. So ist es nicht verwunderlich, dass in Deutschland seit Jahrzehnten auf das System Auto gesetzt wird. Ziel der Mobilit\u00e4t ist nicht, dass alle bequem, sicher, kostenfrei und nachhaltig von A nach B kommen, sondern die kapitalistische Verwertung vom Grundbed\u00fcrfnis der Mobilit\u00e4t.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-28f84493 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:70%\">\n<p>Wir brauchen ein soziales Verkehrssystem. Deshalb k\u00e4mpfen wir f\u00fcr eine Welt, in der Verkehrswege allen offenstehen. Wir wollen, dass alle in St\u00e4dten schnell und sicher unterwegs sein k\u00f6nnen &#8211; ob zu Fu\u00df, auf dem Rad oder mit dem \u00d6PNV -, und auch regionale und \u00fcberregionale Strecken mit Bahn und Bus p\u00fcnktlich und verl\u00e4sslich befahren werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine Verkehrswende ist l\u00e4ngst \u00fcberf\u00e4llig. Diese muss \u00f6kologisch und gerecht gedacht und umgesetzt werden. Der Ausbau von Radwegen und Schienennetzen, die Anbindung im l\u00e4ndlichen Raum, sowie eine kostenfreie Bahn und ein kostenfreier \u00d6PNV sind nur der Anfang. St\u00e4dte m\u00fcssen autofrei und dadurch wieder lebenswerter werden. Der Automobilsektor braucht eine Konversion hin zur Produktion von gesellschaftlich n\u00fctzlichen Transportmitteln. Lasst uns Mobilit\u00e4t fair und gerecht denken und umsetzen!<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity is-style-wide\"\/>\n\n\n\n<p>2024 haben wir mit Aktionstagen, Protestcamps und der Waldbesetzung gegen Tesla auf regionalem Widerstand aufgebaut und diesen damit unterst\u00fctzt und verst\u00e4rkt. Wir haben uns au\u00dferdem in vielen anderen Mobilit\u00e4tsk\u00e4mpfen engagiert.<\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:30%\">\n<figure class=\"wp-block-video alignleft ticss-4dfed60d\"><video height=\"1280\" style=\"aspect-ratio: 720 \/ 1280;\" width=\"720\" controls src=\"https:\/\/disrupt-now.org\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/w1y0dVP5HbQADyEC.mp4\"><\/video><\/figure>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-group has-palette-color-5-background-color has-background is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained\">\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Mitmachen 2025<\/h2>\n\n\n\n<p>Disrupt wird auch 2025 wieder ein Zeichen gegen die Automobilindustrie und das System Auto setzen. Vom 9.-14. September 2025 werden wir in M\u00fcnchen sein, um die Internationale Automobilausstellung (IAA) zu crashen.<\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend in Deutschland Zehntausende Arbeitspl\u00e4tze durch die Misswirtschaft von Automobilkonzernen gef\u00e4hrdet sind, will sich die Automobilindustrie in M\u00fcnchen f\u00fcr ihre Erfolge feiern. Bei der IAA gibt sie sich gerne als gr\u00fcn und hip, w\u00e4hrend sie Mensch und Umwelt mit F\u00fc\u00dfen tritt.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir wollen bei der IAA ein Zeichen gegen die Automobilindustrie setzen, denn<br>&#8230;die Jobs von Besch\u00e4ftigten d\u00fcrfen nicht gegen Klimagerechtigkeit ausgespielt werden<br>&#8230;saubere Autos sind eine dreckige L\u00fcge<br>&#8230;wir brauchen autofreie St\u00e4dte<br>&#8230;wir brauchen einen kostenlosen \u00d6PNV<br>&#8230;der Regional- und Fernverkehr muss verl\u00e4sslicher werden<br>&#8230;es braucht mehr Schienen, nicht unendlich viele Stra\u00dfen!<\/p>\n\n\n\n<p>Konkrete Informationen, wie Ihr Euch beteiligen k\u00f6nnt, folgen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\"><strong>\u00a0#disruptIAA!<\/strong><\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Vision einer zukunftsgerichteten Mobilit\u00e4t<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Ein selbstbestimmtes Leben erfordert Mobilit\u00e4t. Frei zu leben bedeutet immer auch, sich von einem Ort zum anderen bewegen zu k\u00f6nnen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Im Kapitalismus sind Verkehrs- und Transportwege \u00f6konomisch bestimmt. Wer sie nutzen will, muss blechen. Wir sollen f\u00fcr die Busfahrt zur Arbeit und f\u00fcr die Bahnfahrt ins Nachbardorf zahlen. Wir zahlen, wenn wir etwas mit der Post versenden. Und zahlen, wenn wir Freunde in einer fremden Stadt besuchen und dort den \u00d6PNV nutzen. Wir sollen zahlen, &#8222;weil das etwas kostet&#8220;.<\/p>\n\n\n\n<p>Es kostet aber auch etwas, das Stra\u00dfennetz immer weiter auszubauen, klimasch\u00e4dliche Dienstwagen mit \u00fcber 10 Milliarden Euro im Jahr zu subventionieren, oder die deutsche Luftfahrt durch Rettungsschirme immer wieder vor dem Ruin zu bewahren. Trotzdem zahlen diejenigen, die sich ein Auto leisten k\u00f6nnen, in Deutschland pauschal keine Maut, w\u00e4hrend der Flugverkehr der Reichen durch Steuererleichterungen beg\u00fcnstigt wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Jetzt tr\u00e4umen Industrie und Politik auch noch von Flugtaxis und Hyperloops \u2013 als w\u00e4re es eine kluge Idee, das Verkehrschaos einfach in die Luft oder in R\u00f6hren zu verlagern, anstatt echte L\u00f6sungen f\u00fcr nachhaltige Mobilit\u00e4t anzugehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Deshalb fordern wir ein soziales Verkehrssystem, das f\u00fcr alle funktioniert &#8211; und zwar hier und jetzt. Wir brauchen ein gro\u00dffl\u00e4chiges und intaktes Schienennetz, und einen kostenlosen und verl\u00e4sslichen \u00d6PNV.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Ein soziales Mobilit\u00e4tssystem ist mit dem System Auto unvereinbar. Das Verbrenneraus ist n\u00f6tig und \u00fcberf\u00e4llig, doch auch der Individualverkehr mit E-Autos oder Wasserstoffautos bietet keine zukunftsf\u00e4hige L\u00f6sung. Die Herstellung von Batterie- und Brennstoffzellen-Autos ist nicht nur energieintensiv, sie erfordert zudem den klimasch\u00e4dlichen Abbau von Rohstoffen, der die Grundlage von ganzen Bev\u00f6lkerungsgruppen gef\u00e4hrdet. Au\u00dferdam f\u00fchren auch Wasserstoff- und E-Autos zu einer \u00dcberlastung von St\u00e4dten und verbrauchen pro Kopf viel zu viel Strom.<\/p>\n\n\n\n<p>Die deutsche Automobilindustrie hat von sich aus kein Interesse daran, aus dem System Auto auszusteigen. Zus\u00e4tzlich zu Verbrennern setzt sie zunehmend auf massive Elektro-SUVs. Die Produktion von Elektroautos erfordert Rohstoffe wie Kobalt, Lithium, Flussspat, Tantal, Glimmer, die unter menschenunw\u00fcrdigen Bedingungen und oft unter Einsatz von Kinderarbeit abgebaut werden. Besonders in der Demokratischen Republik Kongo, der Republik Kongo, Simbabwe, Indien und Sambia&nbsp; arbeiten Kinder in gef\u00e4hrlichen Minen, unter extremen Bedingungen und ohne ausreichenden Schutz, um diese Rohstoffe zu gewinnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die deutsche Automobilindustrie kann keine \u00f6kologische Transformation. Statt die Produktion auf zukunftsf\u00e4hige Transportmittel auszurichten, setzt sie weiter auf dicke Karren. Die staatlichen Zusch\u00fcsse landen am Ende vor allem in den Taschen der Aktion\u00e4re und Manager. Besch\u00e4ftigte und Ressourcen werden weltweit daf\u00fcr ausgebeutet und die \u00d6ffentlichkeit belogen. Die \u00fcberf\u00e4llige Verkehrswende muss sich auch in der Automobilindustrie widerspiegeln: Busse und Bahnen m\u00fcssen auch in der Produktion priorisiert werden, zudem m\u00fcssen faire Produktionsketten gew\u00e4hrleistet werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Die sozial-\u00f6kologische Transformation der Automobilindustrie muss gemeinsam mit der Belegschaft vollzogen werden. Wir fordern deshalb, dass Automobilkonzerne in die H\u00e4nde der Besch\u00e4ftigten \u00fcbertragen werden. In selbstverwalteten Fabriken soll gesellschaftlich entschieden werden, was und f\u00fcr wen produziert wird. F\u00fcr den Preis einer \u00f6kologischen und technologischen Transformation sollten nicht die Besch\u00e4ftigten bezahlen, sondern diejenigen, die sie verschlafen haben!<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Kapitalismus gibt vor, wie Mobilit\u00e4t heutzutagee organisiert ist. So ist es nicht verwunderlich, dass in Deutschland seit Jahrzehnten auf das System Auto gesetzt wird. 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